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 1 Einführung in JavaServer Faces
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 2 Die Konzepte von JavaServer Faces
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 3 Standard-JSF-Komponenten
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 4 Advanced JSF
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 5 Verwaltung von Ressourcen
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 6 Die eigene JSF-Komponente
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 7 Ajax und JSF
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 8 JSF und HTML5
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 9 JSF und CDI
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 10 PrimeFaces -- JSF und mehr
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 11 Faces-Flows
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 12 MyGourmet Fullstack -- JSF, CDI und JPA mit CODI kombiniert
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 13 JSF und Spring
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 14 MyGourmet Fullstack Spring -- JSF, Spring, Orchestra und JPA kombiniert
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 15 Tobago -- JSF und mehr
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 16 Eine kurze Einführung in Maven
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 17 Eclipse
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 18 Autoren
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 19 Änderungshistorie

17 Eclipse

Eclipse ist zurzeit eine der populärsten Entwicklungsumgebungen für Java-Applikationen, die noch dazu unter einer Open-Source-Lizenz verfügbar ist. Seinen Siegeszug trat Eclipse im Jahr 2001 an, als IBM die Sourcen veröffentlichte. Seit 2004 zeichnet die Eclipse-Foundation verantwortlich für die Weiterentwicklung von Eclipse . Sie hat sich neben der Apache-Software-Foundation zu einer der größten Open-Source-Gemeinschaften im Java-Bereich entwickelt.
Seit dieser Zeit hat sich Eclipse weg von einer reinen Entwicklungsumgebung für Java hin zu einer Plattform für diverse Programmiersprachen und Rich-Client-Applikationen aller Art entwickelt - und das mit stetig wachsendem Erfolg. Es entstand eine Vielzahl von Plug-ins, mit denen die Basisfunktionalität um viele Aspekte erweitert werden kann.
Mit der im Jahr 2006 erschienenen Version 3.2 wurde die Veröffentlichung der wichtigsten Eclipse-Projekte aufeinander abgestimmt. Seitdem erscheint einmal jährlich ein neues Release von Eclipse - momentan ist die unter dem Namen Juno bekannte Version 4.2 aktuell.
Eclipse selbst bietet mit dem Projekt Web Tools Platform (WTP) bereits eine gute Unterstützung für die Entwicklung von JSF-Anwendungen an.

17.1 Installation von Eclipse mit Maven-Unterstützung

Seit der im Jahr 2006 stattgefundenen Konsolidierung der einzelnen Projekte wird Eclipse in mehreren Version für unterschiedliche Anwendungszwecke zum Download auf http://www.eclipse.org angeboten. Für unsere Zwecke eignet sich das Paket Eclipse IDE for Java EE Developers am besten. Es umfasst neben den Werkzeugen zum Entwickeln von Java-Anwendungen auch die bereits erwähnte Web Tools Platform (WTP) .
Die hier beschriebene Anleitung bezieht sich auf Eclipse in der Version Juno (4.2) SR2. Die Installation von Eclipse gestaltet sich sehr einfach, die einzige Voraussetzung ist eine lauffähige Java-Runtime in einer Version ab 6.0. Nach dem Herunterladen des oben genannten Softwarepakets muss dieses in ein beliebiges Verzeichnis entpackt werden. Sie können die Anwendung anschließend bereits starten.
Eclipse bietet mittlerweile ein sehr gutes Plug-in für die Integration von Maven mit dem Namen Maven Integration for Eclipse . In dem von uns gewählten Paket der Eclipse IDE wird dieses Plug-in standardmäßig leider nicht mitgeliefert.
Die aktuelle Version der Maven-Integration kann allerdings sehr einfach über den Eclipse Marketplace bezogen werden. Gehen Sie dazu auf Help|Eclipse Marketplace... und geben Sie im Suchfeld einfach den Namen des Plug-ins ein. Nach dem Betätigen der Enter-Taste sollte eine Auswahl von verfügbaren Erweiterungen angezeigt werden. Abbildung Eclipse-Marketplace mit Plug-in Maven Integration zeigt das Eclipse-Marketplace-Fenster mit den entsprechenden Auswahlmöglichkeiten.
Abbildung:Eclipse-Marketplace mit Plug-in Maven Integration
Jetzt ist es besonders wichtig, dass Sie mit einem Klick auf die Schaltfläche Install das Paket Maven Integration for Eclipse WTP und nicht Maven Integration for Eclipse installieren. Nur so ist eine optimale Integration von Maven und der Web Tools Platform (WTP) gewährleistet. Nach einem Neustart von Eclipse ist die Maven-Integration mit der Möglichkeit zum direkten Import von Maven-Projekten verfügbar.

17.2 Eclipse und MyGourmet

Eclipse bietet die optimale Plattform zum Experimentieren mit den MyGourmet -Beispielen. Bevor es allerdings losgehen kann, müssen Sie die Beispiele in Eclipse importieren. Folgende Schritte sind dazu notwendig:
  1. Holen Sie sich unter http://jsfatwork.irian.at das Archiv mit dem Quellcode der Beispiele, falls Sie das noch nicht gemacht haben.
  2. Entpacken Sie das Archiv mit den Beispielen in ein beliebiges Verzeichnis.
  3. Importieren Sie das Maven-Projekt direkt in Eclipse. Rufen Sie dazu den Menüeintrag File|Import... auf und wählen Sie im sich öffnenden Fenster den Eintrag Maven|Existing Maven Project . Im daraufhin erscheinenden Fenster wählen Sie zuerst das Beispielverzeichnis aus, woraufhin eine Liste aller MyGourmet -Projekte wie in Abbildung Import von MyGourmet in Eclipse angezeigt werden sollte. Wählen Sie dort alle Projekte aus und bestätigen Sie die Auswahl mit Finish .
Abbildung:Import von MyGourmet in Eclipse
Wenn alles geklappt hat, sehen Sie jetzt eine Liste aller Beispiele im Projekt-Explorer von Eclipse . Sie können die Projekte jetzt über den Eintrag Run As|Run on Server im Kontextmenü oder im Menü Run auf einem Server wie etwa Apache Tomcat 7 starten. Zum Starten im Debug-Modus müssen Sie statt Run As|Run on Server den Menüeintrag Debug As|Debug on Server aufrufen. Falls Sie noch keine Serverumgebung konfiguriert haben, finden Sie im nächsten Abschnitt eine detaillierte Anleitung zum Einrichten von Apache Tomcat 7 in Eclipse .

17.3 Apache Tomcat 7 in Eclipse einrichten

Falls Sie zuvor noch keinen Server konfiguriert haben, öffnet Eclipse beim ersten Starten der Webapplikation einen Wizard zum Einrichten eines neuen Servers. Für die Buchbeispiele eignet sich Apache Tomcat 7.0 besonders gut. Abbildung Debug-Konfiguration in Eclipse WTP anlegen zeigt die drei Schritte zum Anlegen einer Debug-Konfiguration mit Tomcat 7.0 .
Abbildung:Debug-Konfiguration in Eclipse WTP anlegen
Wählen Sie im ersten Schritt Apache|Tomcat v7.0 Server als Servertyp aus und klicken Sie auf Next . Im zweiten Schritt müssen Sie den Pfad einer lokalen Installation von Tomcat 7.0 angeben. Falls Sie Tomcat 7.0 noch nicht installiert haben, finden Sie die aktuellste Version unter http://tomcat.apache.org . Nachdem Sie den Pfad angegeben haben, klicken Sie wiederum auf Next . Im letzten Schritt können Sie noch festlegen, welche Projekte auf den Server deployt werden. Mit einem abschließenden Klick auf die Schaltfläche Finish wird der Server fertig eingerichtet und hochgefahren.